Sonntag, 7. Februar 2010

Auf die Nordinsel

Unsere Faehre nach Wellington war fuer 13.10 Uhr gebucht, allerdings mussten wir bis zum Hafen noch gut 200km zuruecklegen. Daher entschieden wir uns wiederum fuer ein fruehes Fruehstueck, aber diesmal spaet genug, um es im Haupthaus einzunehmen.

Unser B&B, das Bendamere, liegt oberhalb der Bucht von Kaikoura und hat fuenf Gaestezimmer, die alle von der Terrasse bzw. dem gemeinsamen Garten einen fantastischen Blick auf die Stadt, die Bucht und die umgebenden, teils ueber 2500 Meter hohen Berge haben.

Durch die Groesse ist der Kontakt diesmal nicht ganz so persoenlich, was aber auch damit zu tun hat, dass die meisten Gaeste schon frueh aus dem Haus sind, weil das Ausflugsangebot in Kaikoura aussergewoehnlich gross ist: Wal-, Delphin- und Vogelbeobachtungen, Kajaking, Wanderungen, Schwimmen mit Delphinen oder Seeloewen etc. Die Lage und der Blick waren aber aussergewoehnlich und daher koennen wir ohne Zweifel das Praedikat "Perle" verteilen, wie wir das bereits bei jeder vorgehenden Unterkunft haetten machen koennen.

Wir verabschiedeten uns dann von unserem Gastgeber Kerry (Julie war wohl gerade nicht da) und machten uns auf den Weg nach Picton, wo sich der Faehrterminal fuer die Interislander Faehre befindet.

Nach etwa zwei Stunden sind wir dort angekommen, haben eingecheckt, das Gepaeck abgegeben und sind unser Auto auch quitt geworden. Von AVIS bekommen wir in Wellington ein neues Auto, das spart die Faehrkosten.

Die Ausfahrt aus den Marlborough Sounds (speziell durch den Quenn Charlotte Sound) ist wunderschoen -- sicherlich eine der schoensten Faehrrouten der Welt. Vor allem, weil heute das Wetter wieder so wunderbar ist.

Als wir die Suedinsel verliessn, wurde unsere Faehre in dichten Nebel gehuellt; man konnte keine 100 Meter mehr sehen. Daher stiess der Kapitaen alle 5 Minuten ins Horn, um andere Schiffe zu warnen, die vielleicht kein Radar an Bord haben. Das war schon gespenstisch -- man hatte immer Angst, dass demnaechst ein Eisberg vorbeikommt...

Sobald die Nordinsel erreicht wurde, war der Nebel wie auf Knopfdruck verschwunden und wir konnten die Einfahrt nach Wellington geniessen. Im Hafen wartete schon die MS Europa auf uns; die ist offensichtlich gerade auf Weltreise.

Im Hafen angekommen, gabelten wir unser Gepaeck auf (funktioniert wie am Flughafen) und nahmen unser neues Auto im Empfang. Auf dem Weg zu unserer Unterkunft fuer die naechsten zwei Naechte, der Villa Vittorio, beobachteten wir, wie sich Menschenmassen kostuemiert auf den Weg in das oertliche Football-Stadion machten. Unser Gastgeber Logan erzaehlte uns dann auch, dass an diesem Wochenende die Weltmeisterschaft im Rugby in Wellington stattfindet.

Teile des Spiels Neuseeland gegen Samoa konnten wir beim Dinner im "Coyote" verfolgen, wo wir die leckersten Fajitas unseres Lebens geniessen durften.

Die Villa Vittorio ist eine schmucke Stadtvilla, kaum zehn Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt, ganz in der Naehe zum Mt. Victoria, den die Kinogemeinde als Wald am Rande des Auenlandes in "Herr der Ringe Teil 1" kennen duerfte.

Unsere Gastgeber, Logan und Annette, sind ein aelteres Ehepaar, die sich mit dem einen Gaestezimmer zu gerne noch Gespraechspatner ins Haus holen. So waren auch beide nicht muede, uns noch einiges ueber die Stadt zu erzaehlen.

Das Fruehstueck haben wir fuer 9 Uhr bestellt, da wir doch noch ein paar Stunden Schlaf nachzuholen haben. Und irgendwie haben wir die Vorahnung, dass uns Annette morgen nach allen Regeln der Kunst verwoehnen wird...
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