Donnerstag, 11. Februar 2010

Rotorua

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Graeme, der Ehemann unserer Gastgeberin Raewyn, hat heute für das Frühstück gesorgt. Das macht er "hauptberuflich", nachdem er vor einiger Zeit seinen Job an den Nabel gehangen hat und sich nun ausschließlich um das B&B kümmert.

Das Müsli wird hier offensichtlich immer selbst gemacht (Dr. Oetker hätte hier wirklich schlechte Karten) und dazu gab es wieder kiloweise frisches Obst. Als "Hot Breakfast" standen heute Waffeln auf dem Programm.

Nach diesem reichhalten Frühstück wollten wir auf dem Lake Rotoiti mit den Kajaks zu den benachbarten Hot Pools paddeln. Die Pools sind nur auf dem Seeweg erreichbar und zapfen die Heißwasserquellen an, um dieses Wasser in Wannen zu leiten, in denen man dann baden kann.

Nach gut 20 Minuten Paddeln waren wir dann auch schon da (Rückenwind!), beschlossen aber, die Pools nicht zu benutzen, da sie nicht sonderlich einladend aussahen. Wir paddelten darauf hin zurück (30 Minuten, Gegenwind!) und machten an einem kleinen Strand halt um ein paar Minuten im See zu schwimmen.

Wieder beim B&B angekommen entschieden wir uns für eine Fahrt zum "Waimango Vulcanic Valley". Dieses Gebiet wirbt damit, das jüngste Geothermie-Gebiet der Welt zu sein, da das Tal, wie wir es heute sehen, erst 1886 bei einem dramatischen Vulkanausbruch entstanden ist.

Das gesamte Gebiet um Rotorua ist übrigens nach dem Yellowstone Park in den USA das größe aktive Geothermiegebiet der Welt. Die "Ausbruchspunkte" wie Geysire, heiße Quellen oder kochende Seen sind aber meistens in Hand privater Inhaber, die den Zutritt zu den Vorkommen nur gegen Bares zulassen.

So auch Waimango. Allerdings hatten wir von den Gästen, die wir im B&B in Napier getroffen haben, gehört, dass sich ein Besuch hier lohnen soll.

Wir starteten dort also eine etwa 3-stündige Wanderung ins Waimango-Tal und liefen an allerei kochendem und brodelndem vorbei. Und über allem lag dieser penetrante Schwefel-Geruch, den man hier überall in der Nase hat.

Das Tal war wirklich sehr sehenswert. Wir hatten Zweifel, ob uns nach dem Yellowstone noch etwas in dieser Art beeindrucken konnte, doch das gelang Waimango ohne jeden Zweifel. Die Landschaft ist komplett anders und daher wirkt die gesamte Szenerie völlig verschieden zum Yellowstone. Der Besuch hat sich also auf jeden Fall gelohnt.

Am Ende der Wanderung brachte uns ein Shuttle-Bus wieder zum Eingang. Von dort sind wir zurück nach Rotorua gefahren und hatten ein frühes Abendessen in einem Restaurant, das wir uns gestern schon ausgesucht hatten. Es gab frisch gebratene Hähnchen mit scharfer Piri-Piri-Marinade, Fries und Salat.

Gut gesättigt fuhren wir zum Polynesian Spa, um uns noch etwas heißes Schwefelwasser zu gönnen. In den vier Pools wurde das Wasser der heißen Quellen in unterschiedlichen Temperaturen zwischen 36 und 42 Grad geleitet. Die Pools waren schön angelegt, von Natursteinen eingefasst und hatten alle Blick auf den See.

Nach zwei Stunden "kochen" waren wir endlich "gar" und verließen das Spa müde und zufrieden. Ein Eis aus dem Supermarkt kühlte uns wieder etwas ab und wir machten uns auf den Weg zurück zum B&B. Auf dem Weg, kurz vor der Unterkunft und daher schon fernab jeglicher Zivilisation, sprang uns noch ein Mini-Känguruh vor den Kühler, schaute blinzelnd ins Schweinwerferlicht und entschied sich dann, in den Busch zu hoppeln.

An unseren Augen zweifelnd fragten wir nach unserer Ankunft Raewyn, ob wir das richtig gesehen hätten, was sie bejahte und uns auch den Namen dieses Wesens sagte -- den wir aber wieder vergessen haben. Jedenfalls sind die Mini-Känguruhs recht selten und wir seien Glückspilze, dass wir ein Exemplar zu Gesicht bekommen hätten.

Tja, viel gesehen haben wir heute wirklich. Und es war wieder ein rundum gelungener Tag.
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